Schlagzeilen
Colchicum Waterlilly

Magnolia Fairy®- blühende Hecke?

Jahresrückschau 2013

Chimonanthus praecox

Wer bin ich?

Euonymus

Magnolia Fairy®- blühende Hecke?

Posted in: Allgemein, Pflanzen | Kommentare deaktiviert für Magnolia Fairy®- blühende Hecke?

Aufgrund der häufigen Anfragen in den letzten Tagen möchte ich an dieser Stelle meine Meinung zu dieser Magnolien-Hybride darstellen.

Es handelt sich um eine Kreuzung aus Magnolia doltsopa x yunnanensis x figo. Diese Züchtung stammt aus Neuseeland von dem Magnolienzüchter Marc Jury. Es gibt derzeit zwei Sorten im Handel, Magnolia Fairy® Blush (rosablühend) und Magnolia Fairy® Cream (weißblühend), die unter den Sortennamen ´MicJUR01´ und ´MicJUR02´ eingetragen sind (PBR=Plant Breeders Right).

Die Eltern dieser Doppel-Hybride stammen aus dem Nepal (M. doltsopa, Winterhärtezone 9-11), aus der Provinz Yunnan im südlichen China (M. yunnanensis oder syn. M. laevifolia, Winterhärtezone 8-10) und ebenfalls aus dem Süden Chinas stammt die Magnolia figo (Winterhärtezone 8-11). Die Hybride Magnolia Fairy® wird angegeben mit einer Winterhärte in Zone 7b-11. Alle Eltern waren früher der Gattung Michelia zugeordnet, die ausschließlich in den Subtropen und Tropen Südostasiens beheimatet sind. Seit einigen Jahren wird diese Gattung den Magnolien zugeordnet.

Michelia_figoZweifelsfrei eine wunderschöne Heckenpflanze für ihr Wochenendhaus in Kalifornien oder in Louisiana. Aber auch für ihre Finca im Mittelmeergebiet sollte diese Hybride geeignet sein. Bei uns in Deutschland dürfte sie aber nur in ganz milden Gegenden winterhart sein. Möglicherweise in windgeschützten Lagen in der Kölner Bucht kann man es draußen versuchen. Die Temperaturen sollten im Winter nicht unter -15°C fallen. Als Heckenpflanze sollte man sie in Deutschland aber keinesfalls empfehlen. Viele Gartenfreunde haben vor einigen Jahren in den kalten, windreichen Wintern ihre Kirschlorbeerhecken eingebüßt, die in weiten Teilen Deutschlands bis zum Boden herunter gefroren waren. Die Fairy® Magnolias dürften aber empfindlicher sein als unsere großblättrigen Kirschlorbeersorten, die über viele Jahre als winterhart verkauft wurden.

Dennoch hat die Pflanze ihre Reize. Seit vielen Jahren halte ich bei uns eine Magnolia figo. Ich entdeckte die Pflanze im Gartencenter Seebauer in München und war hocherfreut eine solche Rarität erstehen zu können. Magnolia figo findet man häufig in den Gärten in Kalifornien, wo sie Bananashrub genannt wird. Die kleinen cremefarbenen Blüten verströmen einen intensiven Duft nach reifen Bananen, so dass man den Strauch meist zuerst am Duft erkennt, bevor man überhaupt die kleinen Blüten entdeckt. In der Schweiz entdeckte ich eine rot blühende Sorte von Magnolia figo in der Baumschule Eisenhut. Ich berichtete von dem herrlichen Bananenduft meiner Pflanze und wollte wissen, ob die rote ebenso intensiv duftet. Herr Eisenhut war erstaunt über den Bananenduft und meinte: „Wir haben die schweizer Variante – die duftet nach Schoki!“ In der Tat! Magnolia laevifolia habe ich aus England mitgebracht. Herrliche weiße Blüten in großer Zahl duften intensiv nach Zitronen.

Alle oben beschrieben Magnolien sind immergrün mit kleinen meist dunkelgrünen Blättern. Sie sind dicht belaubt und gut schnittverträglich. Geschnitten wird nach der Blüte, damit die Pflanzen an den neuen Trieben wieder Blütenknospen bilden können für das nächste Frühjahr. Die Pflanzen bilden runde Büsche mit einem Durchmesser und einer Höhe von 2-3 m. Bei guter Pflege bilden sie zahlreiche Blütenknospen, die sich im zeitigen Frühjahr je nach Art im März bis Mai öffnen. OLYMPUS DIGITAL CAMERADie Blüten sind viel kleiner als die unserer bekannten Magnolienarten und haben einen Durchmesser von nur 2-3 cm (M. figo) bis 5-6 cm (M. laevifolia und Fairy® Magnolia) verströmen aber einen herrlichen, meist intensiven Duft.

 

Fazit: Als Heckenpflanze dürfte die Magnolia Fairy® ebenso wie ihre Eltern in unseren Breiten ungeeignet sein. Aber als Kübelpflanzen für Balkon und Terasse haben alle oben beschriebenen Arten und Sorten einen hohen Wert, wenn man sie geschützt überwintern kann. Zwar sind die oben genannten Arten bis etwa -12°C bis -15°C winterhart, die Wurzeln sind aber viel empfindlicher. Daher empfehle ich eine helle, frostfreie Überwinterung bei Temperaturen um 0° bis 5°C.

_4297402

 

Martin Dieck @ 26. Februar 2014

Jahresrückschau 2013

Posted in: Garten, Gärtnerei | Kommentare deaktiviert für Jahresrückschau 2013

Das Jahr 2013 ist schon wieder Geschichte und wenn ich so zurückschau, war es doch recht turbulent, vor allem Wettertechnisch. Den ganzen langen Januar gab es Schnee und Eis – für hier oben doch eher ungewöhnlich, doch eigentlich wunderbar für Garten und Pflanzen. Alles versank unter einer dicken Schneedecke, geschützt vor Eis und Kälte.

Der Februar war der dunkelste und der März der trockenste Monat, nicht nur des Jahres sondern wohl auch so lange wir denken können. Während Anfang März noch der Frühling Einzug halten wollte wurden wir bald eines besseren belehrt und mussten lange Kälte und weitere Trockenheit aushalten. Zu Ostern war es hier fürchterlich kalt und windig. Auch der April wollte nicht besser werden. Auf unserem ersten Pflanzenmarkt des Jahres in Berlin standen wir zum ersten Mal bei Temperaturen von unter 5°C.

Im Garten und auch in der Gärtnerei waren diese Monate dann kaum wieder aufzuholen. Vieles blieb liegen, vieles fiel einfach aus. Pflanzenverluste hatten wir aber eher weniger, sowohl im Garten als auch in den Töpfen. Diese rührten eher von extrem aktiven Wühlmäusen, die in Scharen unser Arboretum heimsuchten und uns so manche Kostbarkeit kosteten.

Einen Blick durch unser Gartenjahr gibt es in der Bildergalerie:

 

Heidi Dieck @ 9. Januar 2014

Chimonanthus praecox

Posted in: Fotografie, Garten, Pflanzen, Pflanzen, Pflanzenbeschreibungen | Kommentare deaktiviert für Chimonanthus praecox

In diesem Jahr, wegen der anhaltenden warmen Wetterlage, sind sehr viele Pflanzen schon recht weit im Austrieb voran geschritten. Zu Zeit blüht gerade sehr schön Chimonanthus praecox. Dieser schöne Strauch aus China blüht allerdings generell schon recht früh.

Es ist ein sommergrüner Strauch, der bei uns eine Höhe von 1-2m erreicht, im Weinbauklima auch höher werdend. Die hellgelben, innen braun bis purpurfarbenen Blüten sind etwa 2,5cm groß und stark duftend. Sie erscheinen im Januar bis März am 2jährigen Holz. die Winterblüte kommt mit jedem Gartenboden gut zurecht, benötigt aber einen geschützten, sonnigen Platz. Winterhart (Zone 6-9).

Chimonanthus praecox

 

 

Veröffentlicht mit Android

Heidi Dieck @ 7. Januar 2014

Wer bin ich?

Posted in: Fotografie, Pflanzen | Kommentare deaktiviert für Wer bin ich?

Weil ich heute bei der Arbeit buchstäblich darüber gestolpert bin hier eine Frage:  Wie heißt diese Pflanze?

Vorläufig erst einmal ohne Beschreibung,  nur mit Bild.

raetsel

 

Die Auflösung ist: Rosa roxburgii

Heidi Dieck @ 30. August 2013

Clethra – Zimterlen oder Silberkerzensträucher

Posted in: Gärtnerei, Pflanzen, Pflanzen, Pflanzenbeschreibungen | Kommentare deaktiviert für Clethra – Zimterlen oder Silberkerzensträucher

Jetzt, wenn im Garten die Herbstzeit beginnt und die Gehölzblüte eigentlich so gut wie vorbei ist, beginnt die Zeit der Silberkerzensträcher. Der Name Clethra stammt vom griechischen Wort klethra- Erle ab, daher auch Zimterle, im amerikanischen findet man sie unter dem Namen Summersweet Pepperbush. Die Heimat der Clethras ist Amerika, Mexiko, Japan und China.

Clethras bevorzugen feuchte, leicht saure Böden in Sonne oder Schatten. Ein Standort in der Sonne sollte allerdings feucht genug sein, beim Standort im tiefen Schatten sollte immer mal wieder geschnitten werden, sonst verkahlt die Pflanze von unten her. Alle zusammen haben einen wunderbaren Duft nach Vanille und sind eine hervorragende Bienenweide!

Clethra gibt es in ungefähr 80 Arten ( Kew Checklist). Alle aufzuführen wäre zu viel, zumal einige bei uns gar nicht winterhart sind und hier auch nicht erhältlich. Die wichtigsten, im deutschen und amerikanischen Handel befindlichen, habe ich unten aufgeführt. Einige davon führen wir auch im Shop.

Clethra alnifolia – Sorten:

`Rubin Spice` oder `Ruby Spice`  ist ein Strauch, der an guten Standorten sicher bis 2-3m hoch werden kann. Die Blütenstände sind von kräftigem Pink und halten die Farbe recht gut.

`Pink Speyer` mit rosa Knospen, die später heller werden, die Höhe ist ähnlich `Rubin Spice

`Creels Calico`ist eine weiß/grüne Form der Clethra mit weißen Blütenrispen.

`Hokie Pink`ebenfalls eine rosa Sorte mit ca 1,50m Endhöhe.

`Hummingbird` ist eine Zwergsorte, die bis ca.50cm hoch wird, weiße Blüten besitzt und kaum geschnitten werden muss.

`Sixteen Candles`  ist eine Selektion von `Hummingbird` deren Blütenstände allerdings straff aufrecht stehen und der ganze Strauch somit noch kompakter erscheint.

`Anne Bidwell` ist ebenfalls eine kompakte kleiner bleibende Sorte, die Blütenstände sind weiß und aufrecht.

`Chrystalina` eine der kleinsten Clethras mit nur ca. 40cm Endhöhe, dunkelgrünem Laub und strahlend weißer Blüte. Diese Sorte ist noch neu auf dem Markt und bei uns leider wohl noch nicht erhältlich.

`Caleb` wird ca. 1-2m hoch, wächst dicht verzweigt und aufrecht. Oft auch unter dem Namen `Vanilla Spice`zu finden. Blüte weiß.

`Rosea` wird ebenfalls höher, so ca. 2m. Die Blüte ist erst ein kräftiges rosa, welches im Alter ausbleicht und creme/weiß wird.

`Kolibri` kleinbleibender, sehr reich blühender Strauch. Die creme-weißen Blütenstände sind sehr lang und leicht gebogen. Blüht schon recht früh.

`September Beauty`die späteste der Clethras. Beginnt erst Ende August/ Mitte September und blüht in manchen Jahren bis in den Oktober. Daher auch sehr wichtig als Bienenweide.

`Batsto Blush` Sorte aus Amerika mit blassrosa Blüten und sehr schöner gelber Herbstfärbung

`Bumblebee` Ebenfalls eine amerikanische Sorte, die durch sehr kompakten Wuchs besticht

`Vern Valley Pink` Lange rosa Blütenrispen zeichnen diese Sorte aus.

`Firefly` Eine wunderbare kleine Form mit leuchtend gelbem Laub (aus `Compact Toms`und Ruby Spice`)

`Sherry Sue`Das Besondere an dieser Sorte sind die roten Stiele, die besonders im Winter auffallen. Wächst sehr kräftig, leider etwas kälteemfindlich.

`White Dove`(`Sotite`) ist eine ganz neue Sorte, die sehr kompakt wächst

`Summer Snowstorm`Diese Sorte hat sehr stark ausgeprägte weiß/grüne Blätter, lange weiße Blütenrispen und blüht später als andere Sorten.

`Toms Compact`(`Compacta`) Eine der kleinsten, kompaktesten Sorten. Bildet einen runden, kleinen Busch mit vielen weißen Blütenrispen.

Clethra barbinervis – Diese Art kann durchaus zu einem großen Baum heranwachsen. Blüht im Spätsommer mit langen weißen Blütenrispen und besticht im Alter mit einer abblätternden Rinde.

Clethra tomentosa

`Cottondale` sehr ausgeprägte lange cre-weiße Blütenrispen und hellgraue Blattunterseiten

`Woodlanders Sarah` weißbunte Form von C.tomentosa , entdeckt von Woodlanders. Die weiße Sprenkelung ist ausgeprägter als bei `Creels Calico`

 

Clethra acuminata Wird ein großer Busch oder eher kleiner Baum, der besonders durch die im Alter abblätternde zimtartige Rinde auffällt.

 

Clethra fargesii ist ähnlich C.barbinervis, wird aber nicht so hoch.

 

Heidi Dieck @ 30. August 2013

egapark Erfurt

Posted in: Botanische Gärten, Wir unterwegs | Kommentare deaktiviert für egapark Erfurt

Am letzten Wochenende im August finden auf dem ega-Gelände seit Jahren die Thüringer Gärtnertage statt. Auch in diesem Jahr war die Veranstaltung sehr gut besucht, das Wetter (entgegen der Vorhersage) toll und die Leute interessiert. Reißenden Absatz fanden vor allem die zahlreiche Blühware, wie Rudbeckien, Echinacea – quer durchs Sommerbeet eben. Der Renner überhaupt war lachsrosa Rittersporn. Ich mag ihn ja gar nicht und war froh, als der Nachbarstand dann endlich keine mehr hatte, denn dieses kreischend lachsrote Feld tat den Augen doch nicht so gut – aber das ist ja auch Geschmackssache …. wie so vieles.

Am Abend und auch am nächsten Morgen haben wir eine Fotorunde übers Gelände gedreht und wie immer die tollen Staudenpflanzungen bewundert. Die amerikanischen Wildblumenmischungen sind wirklich ein echter Hingucker!

Heidi Dieck @ 30. August 2013

Junigarten

Posted in: Garten, Pflanzen | Kommentare deaktiviert für Junigarten

Heidi Dieck @ 25. Juni 2013