Frankreichs Gartencenter

… sind einfach nur toll.

Wenn ich daran denke, dass bei uns bereits schon Ende Oktober darauf hin gearbeitet wird Platz zu haben für alle möglichen Dekoartikel zum Totensonntag und sogar für Weihnachten …. traurig, traurig. So manche Pflanze muss dann ein tristes Dasein pflegen und siecht nur noch vor sich hin. Manchmal hat man den Eindruck, dass alles zu Tode gepflegt werden soll um nur ja endlich mit gutem Gewissen Platz für die kommende Weihnachtsausstellung zu haben. Mit Rabatten und anderen Lockmitteln wird nur so um sich geworfen. Das spüren wir dann natürlich auch, entweder weil der Kunde bei uns ebenso einen Rabatt möchte oder weil der Kunde uns unglaublich anschaut, wenn wir ihm erklären, dass er gerade jetzt noch Pflanzen kann.

Schaut man sich nun mal in Frankreich um, dann ist die Situation dort ganz anders. Wir hatten ja nun letzte Woche reichlich genug Zeit dafür. Schon beim Eintritt in das Gartencenter ist man überwältigt von der Fülle und dem Ideenreichtum. Hier wird sehr viel Wert auf die Pflanze gelegt und darauf, wie sie präsentiert wird. Ganze Beete haben wir so gestaltet gesehen. Nimmt sich ein Kunde eine Pflanze heraus erscheint wie aus dem Nichts ein Mitarbeiter und  bestückt das Beet mit einer neuen Pflanze. Die Pflanzenarrangements kann man auch komplett kaufen und sich so ein ganzes Beet gestalten.

Sicherlich wird das auch nicht in allen Gartencentern so sein, aber doch in vielen. Es macht jedenfalls Lust auch im Herbst noch den Garten neu zu bestücken, macht Lust auf Kaufen und Lust den Garten im Herbst zu geniesen.


2 Kommentare to “Frankreichs Gartencenter”

  1. P. Werner sagt:

    Hallo,
    vorab: Ihr Pflanzenangebot gefällt mir sehr (obwohl ich natürlich das Eine oder Andere vermisse), ich gehe immer wieder einmal hinein, nur um zu ’schmökern‘ und freue mich über einen neu entdeckten ‚Schatz‘.

    Jetzt zu französischen Gartenzentern: ich verbringe die Hälfte des Jahres in Frankreich (habe ein größeres Grundstück im Perigord), bin aber immer wieder enttäuscht über die dortigen G-Zenter. Ich finde dort nur das gängige 0815-Angebot. Im Frühjahr wird das Staudenangebot möglichst schnell reduziert, um gängige Balkonware oder auch Friedhofsblumen anzubieten. Ähnlich im Herbst, wo so bald als möglich Platz geschaffen wird, um Chrysanthemen (so viel, wie möglich)auszustellen. Stauden, die ein wenig Pflanzenkenntnis erfordern, findet man dort so gut wie gar nicht.

    Bei den Gehölzen ist das Sortiment zwar reichhaltiger, auch Seltenes wird angeboten, aber zu welchen Preisen (als ob auf den französischen Weiden die Dukatenesel ständen). Nicht umsonst sehen die meisten Gärten dort recht armselig aus. — Da ist mir ein Blick in dei Herrenkamper Gärten immer eine Erholung.

    Ich wünsche weiterhin viel Erfolg (und habe die Hoffnung, dort vielleicht bald auch ‚Emmenopterys henryi‘ zu finden)und grüße herzlich

    P. Werner

    • Heidi Dieck sagt:

      Hallo,
      wir waren ja bereits 2008 dort, in der Nähe von Perpignan. Das wird vermutlich, genau wie hier, regional verschieden sein? In der Nähe von Bremen gibt es ein Gartencenter/Baumarkt, welches wirklich immer ein sehr ausgesuchtes Sortiment hat. Liegt sicherlich auch an den Mitarbeitern. Da wir den Zulieferer der Pflanzen kennen, wissen wir, dass die Mitarbeiter viel Wert auf Qualität legen…. und es sind 2 Floristen angestellt. Es gibt da immer wieder mal die eine oder andere Besonderheit und wird sehr nett präsentiert.
      In einem Markt gleich hier in der Nähe, wissen die Mitarbeiter nicht mal die Pflanzenbedürfnisse. Auf die Frage einer Kundin ob der Strauch Sonne oder Schatten braucht, kommt die Antwort: „Wo haben Sie den Strauch weggenommen? – Ach von da hinten? Ja, das ist unser Schattenbereich – dann müssen Sie den Strauch in den Schatten pflanzen!“ Sprach`s und verschwand.
      Na gut, von so etwas können dann die Gärtnereien nur profitieren. Denn da gibts nunmal die fachgerechte Beratung gratis mit dazu.

      Zu Emmenopteris: Ab nächstem Jahr ist die auch bei uns im Sortiment. Die Jungpflanzen warten nur noch auf`s getopft werden. Ab Frühsommer gehen sie dann in den Verkauf.