Das Jahr neigt sich dem Ende zu

Wieder einmal geht eine Gartensaison dem Ende zu. Wir haben November und der Herbst ist bereits fast vorbei. In vielen Gärten ist Ruhe eingezogen, die letzten Wintervorbereitungen sind getan. Wenn ich unterwegs bin fallen mir die unterschiedlichsten Arten auf, wie Gärten winterfest gemacht werden. Da gibt es den Garten, der ganz akkurat, sauber geschnitten und geharkt ist, die Rosen und andere empfindliche Pflanzen bereits jetzt dick verpackt und kein Laubblättchen, keine letzte Blüte sind zu finden.

Schade eigentlich, denn damit tut man den Pflanzen keinen Gefallen. Bei uns bleibt Laub liegen, werden Pflanzen erst abgedeckt wenn für viele Tage Frost vorhersehbar ist. Einige kurze Frostgrade im Oktober oder November schaden keiner Pflanze. Nur die oberirdischen Teile sind dann abgestorben, aber das würden sie ja eh. Meine besten Erfahrungen mit Abdecken habe ich gemacht, wenn ich so lange warte, bis der erste Schnee liegt. Meist ist der Boden darunter nur leicht gefroren, oft gar nicht.
Wenn man dann mit Laub und Tannenreisig abdeckt ist das ein sehr guter Schutz. Aber das ist meine eigene Erfahrung und jeder sollte sich, gerade in den Wintermonaten seinen Garten einmal genau anschauen. Wo sind eigentlich die kältesten Ecken? Wo bleibt im Winter am längsten der Schnee liegen? Wo kommt im Winter am längsten die Sonne hin? Wo ist es im Garten im Winter auch bei starkem Wind relativ windstill?
Mit diesen Erkenntnissen und guter Pflanzenauswahl ist ein Winterschutz dann ein Kinderspiel und man braucht kaum Angst um seine Pflanzen zu haben.

Selbstverständlich sollte eigentlich auch sein Samen und alte Blütenstände im Winter noch an der Pflanze zu lassen. Sie sind Nahrungs- und Unterschlupfquelle für Vögel und Kleinstlebewesen. Unentbehrlich für diese also um gut über den Winter zu kommen. Vögel, die auch im Winter im Garten etwas finden, bleiben da und machen sich dann im Sommer ebenfalls nützlich.

Nicht zuletzt haben Gräser und Co. im Winter mit Rauhreif oder Schnee überzogen ja auch ihren besonderen Reiz.

Was sagte schon Karl Förster?

Je schöner und reicher ein Garten im Sommer ist,
desto schöner ist er auch im Schnee.
Ganz besondere Träger seiner Schönheit sind aber kahle Gehölze
von edler, reicher Verzweigung und Nadelhölzer.


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