Rubrik ‘Pflanzen’

Das Jahr neigt sich dem Ende zu

10. November 2012

Wieder einmal geht eine Gartensaison dem Ende zu. Wir haben November und der Herbst ist bereits fast vorbei. In vielen Gärten ist Ruhe eingezogen, die letzten Wintervorbereitungen sind getan. Wenn ich unterwegs bin fallen mir die unterschiedlichsten Arten auf, wie Gärten winterfest gemacht werden. Da gibt es den Garten, der ganz akkurat, sauber geschnitten und geharkt ist, die Rosen und andere empfindliche Pflanzen bereits jetzt dick verpackt und kein Laubblättchen, keine letzte Blüte sind zu finden.

Schade eigentlich, denn damit tut man den Pflanzen keinen Gefallen. Bei uns bleibt Laub liegen, werden Pflanzen erst abgedeckt wenn für viele Tage Frost vorhersehbar ist. Einige kurze Frostgrade im Oktober oder November schaden keiner Pflanze. Nur die oberirdischen Teile sind dann abgestorben, aber das würden sie ja eh. Meine besten Erfahrungen mit Abdecken habe ich gemacht, wenn ich so lange warte, bis der erste Schnee liegt. Meist ist der Boden darunter nur leicht gefroren, oft gar nicht.
Wenn man dann mit Laub und Tannenreisig abdeckt ist das ein sehr guter Schutz. Aber das ist meine eigene Erfahrung und jeder sollte sich, gerade in den Wintermonaten seinen Garten einmal genau anschauen. Wo sind eigentlich die kältesten Ecken? Wo bleibt im Winter am längsten der Schnee liegen? Wo kommt im Winter am längsten die Sonne hin? Wo ist es im Garten im Winter auch bei starkem Wind relativ windstill?
Mit diesen Erkenntnissen und guter Pflanzenauswahl ist ein Winterschutz dann ein Kinderspiel und man braucht kaum Angst um seine Pflanzen zu haben.

Selbstverständlich sollte eigentlich auch sein Samen und alte Blütenstände im Winter noch an der Pflanze zu lassen. Sie sind Nahrungs- und Unterschlupfquelle für Vögel und Kleinstlebewesen. Unentbehrlich für diese also um gut über den Winter zu kommen. Vögel, die auch im Winter im Garten etwas finden, bleiben da und machen sich dann im Sommer ebenfalls nützlich.

Nicht zuletzt haben Gräser und Co. im Winter mit Rauhreif oder Schnee überzogen ja auch ihren besonderen Reiz.

Was sagte schon Karl Förster?

Je schöner und reicher ein Garten im Sommer ist,
desto schöner ist er auch im Schnee.
Ganz besondere Träger seiner Schönheit sind aber kahle Gehölze
von edler, reicher Verzweigung und Nadelhölzer.

Bunter Herbst

8. Oktober 2012

In diesem Jahr scheint der Herbst so bunt wie selten. Hier ein paar Einblicke auf tolle, kräftige Herbstfarben:

Offene Gartenpforte

19. Juni 2012

Unsere Offene Gartenpforte war, wie leider auch schon im letzten Jahr, zum Teil etwas verregnet. Was aber viele Leute nicht daran hinderte einmal bei uns vorbei zu schauen. Es gab wieder nette Gespräche und um Pflanzen, Garten und Allgemein. Einige hatten eine Anreise von fast 200km hinter sich und konnten sich bei Kaffee und Kuchen hier bei uns oder in den anderen Gärten stärken.

Für alle, die keine Zeit hatten oder denen der weg zu weit war hier ein kleines Fotoalbum, ein kurzer Blick in den Garten heut morgen bei aufgehender Sonne:

Frühling

22. März 2012

Endlich zieht auch hier der Frühling ein. Die ersten Knospen sind schon zu sehen. Im Garten blühen neben Krokussen, Tulpen und den ersten Narzissen nun auch die verschiedenen Stachyurus-Sorten, Chimonanthus praecox und Viburnum. Besonders eindrucksvoll zur Zeit bringt sich Corylopsis pauciflora `Buttercup` ein. Der kleine, gerade mal etwa 50cm hohe Strauch ist eine einzige gelbe Wolke, übersät mit Bienen und Hummelgeschwadern. Gestern mindestens 10 Hummeln und genau so viele Bienen gesichtet….

Koniferen bestimmen

26. Dezember 2011

Viele finden es schwer, Koniferen zu unterscheiden.

lles immer grün, alles nur nadelig und piksig. Alle sehen gleich aus.

Und das ist das Problem. Wir haben nicht gelernt genau hinzuschauen. Alle sehen irgendwie anders aus, riechen anders oder fühlen sich anders an. Zwar sind Koniferen als Gartenpflanzen momentan ziemlich out, aber gerade wegen ihrer Urtümlichkeit und ihrer meist immergrünen Nadeln haben sie durchaus einen hohen Gartenwert. Sie sind meist sehr dicht und daher als Sichtschutz geeignet und werden von vielen Vögeln dankbar als Nistplatz angenommen.

In den beiden folgenden Dateien habe ich Bestimmungsschlüssel zum Download bereit gestellt, die ich mit einer Berufsschulklasse zusammen erarbeitet habe.

Viel Erfolg beim Koniferen bestimmen.

Unterscheidungsmerkmale von Koniferengattungen

Landkarte durch die Welt der Koniferen

Der Weihnachtsbaum

2. Dezember 2011

Frage:

Hey bringt es was, den Weihnachtsbaum in Wasser zu stellen???

Theoretisch schon! Schließlich ist der ja nix anderes als ’ne schnöde Schnittblume. Der verdunstet bei den hohen Temperaturen im Wohnzimmer Wasser und vertrocknet halt im normalen Christbaumständer relativ schnell. Also sollte eine Wassernachlieferung aus dem Christbaumständer sich positiv auf die Haltbarkeit auswirken.


Aber!
Unsere Weihnachtsbäume auf den Märkten sind zum Teil schon Anfang November geschlagen und in Netzen gelagert und transportiert worden. In dieser Zeit hat der Baum natürlich auch Wasser verdunstet. mit dem Transpirationssog aus den Nadeln ist nun Luft in die Leitbahnen geraten. Diese Luftblase kann aber dazu führen, dass die Wasseraufnahme eingeschränkt ist. Soll der Christbaumständer mit Wasservorrat wirklich helfen dann beachte das Folgende:
Der Baum sollte frisch geschlagen sein.
Jede Floristin sagt Dir: Die Blumen noch mal anschneiden!
Sollte auch bei dem Weihnachtsbaum richtig sein – nur man bezahlt ja nach Länge und wer will schon abschneiden was er bezahlt hat??
Und: Die Floristin redet was von schräg anschneiden!
Ist meines Erachtens völliger Blödsinn, da die Wundfläche zwar größer wird, aber die Zahl der Leitbahngefäße sich dadurch nicht ändert.
Fazit der ganzen Einlassung zum Thema:
Ja, es bringt was einen frischen Weihnachtsbaum ins Wasser zu stellen. Er wird länger halten und bei kühlen Temperaturen könnte es sein, dass Du im März die Christbaumkugeln gegen Ostereier ersetzt.
ODER
Nein! Das Ding ist eh‘ schon im Jenseits, da vor Wochen geschlagen und ohne Wasserversorgung.

Freu‘ Dich dran solange es geht und feiere Frohe Weihnachten im Kreise Deiner Lieben.
UND!
Wünsch Dir einen Staubsauger ohne Saugkraftverlust. Denn es werden der Nadeln viele sein – egal ob mit Wasser oder ohne!
Frohe Weihnachten

Nipponanhemum nipponicum

15. Oktober 2011

Kann es im Oktober/November im Garten noch Blüten geben, die aussehen wie Margariten? Aber natürlich! Die Japanchrisantheme oder Nipponaster bringt uns mit ihren reichhaltigen, großen weißen Blüten einen Hauch von Sommer zurück.
Außerdem überzeugt die Pflanze das ganze Jahr mit sattgrünen, ledrig glänzenden Blättern. Die Pflanze kann bei starken Kahlfrösten zurückfrieren, treibt aber willig aus dem alten Holz aus.
Es ist schade, dass Nipponanthemum so wenig in unseren Gärten zu finden ist, denn sie schließt ja auch eine Lücke im Blütenjahr.